Bauelemente zum Schutz gegen Witterungseinflüsse

BoGengänge (Lauben) im Erdgeschoss

 

Bogengang: Zu einer Seite offener Gang innerhalb der Kubatur eines Gebäudes

 

 

 

Mittelalter und frühe Neuzeit

 

Unterscheidung bei Häusern aus diesen Epochen:

1. Romanische Lauben: im Zuge der Errichtung des Hauses bereits entstanden (z.B. Bern, Bozen, Trient, Meran, Glurns)

2. Gotische oder teutsche Lauben: an bestehendem Haus straßenseitig angebauter Bogengang für mehr Wohnraum darüber, wodurch der Straßenzug verengt wurde (z.B. Innsbruck und Neumarkt an der Etsch, Südtirol)

 

 

 

Lauben und Hausbrunnen vom Trautsonhaus in der Westflanke der Herzog-Friedrich-Straße (Hausnr. 22) der Altstadt von Innsbruck.

Gelatinesilberabzug 9 x 14 cm; Impressum: Ad(olf). Künz, Anichstr. 32, Innsbruck um 1930.

Inv.-Nr. vu914gs00464

Späte Neuzeit (1800 - 1914) und Moderne

Hotel & Café "Stadt Bozen" (vormals Städtische Mädchenschule, heute "Stadt Hotel Città") und der Denkmalsbrunnen für Walther von der Vogelweide am Waltherplatz.

Farblichtdruck 9 x 14 cm; Impressum: J(osef). Gugler, Bozen 1913.

Inv.-Nr. u914fld00001

Passagen von Durchhäusern

 

 

Ein Durchhaus kann sowohl der überbaute Durchlass ein Gebäude hindurch als auch ein solches Gebäude selbst sein. Ein und dieselbe Parzelle dient somit dem Verkehr und dem Wohnen oder Gewerbe. In Städten sind vielfach daraus Innenstadtpassagen mit Geschäftslokalen und gastronomischen Betrieben entstanden.

 

 

 

Gebäudeerschließung

Burgtore

Burg Welsperg in Welsberg, erbaut unter Schwikher und Otto Welsperg zwischen 1126 und 1140 und die Ruine Thurn in Taisten, jeweils im Pustertal, Südtirol.

Lichtdruck 9 x 14 cm; Impressum: Edition Photoglob, Zürich um 1905.

Inv.-Nr. vu914ld00091

Portale von Palais und Ansitzen

Hauptportal der Fb. Hofburg im Münsterbezirk der ehem. Bezirkshauptstadt Brixen am Eisack in der Gef. Grafsch. Tirol (1868-1919, heute Südtirol).

Gelatinesilberabzug 9 x 14 cm; Impressum: A(lfred). Stockhammer, Hall in Tirol 1910.

Inv.-Nr. vu914gs00097

Hauseingänge

In einflügeligem Haustor integrierte Haustür eines Bürgerhauses mit der alten Hausnummer 167  in der Altstadt von Sterzing, ehem. Bzk. Brixen (heute Bezirksgemeinschaft Wipptal), Südtirol.

Gelatinesilberabzug 9 x 14 cm; Impressum: A(lfred). Stockhammer, Hall in Tirol 1911.

Inv.-Nr. vu914gs01121

Laubengänge

Gemauerter, verputzter und freskierter Wohntrakt mit Söller von einem geschleiften Bauernhof in Aich am rechten Innufer, Gde Angath, Bzk. Kufstein, Tirol.

Heliogravüre 9 x 14 cm; Impressum: Mayrische Buchhandlung, Salzburg um 1910.

Inv.-Nr. vu914hg00052

Offene Erschließung der Obergeschoße

 

Ein von Laubenängen (auch: Arkaden) ab dem ersten Obergeschoß erschlossenes Gebäude wird als Laubenganghaus bezeichnet. In mittelakterlichen Burghöfen wurden in der Renaissance mehrstöckige Laubengänge zur vertikalen und horizontalen Erschließung von Räumlichkeiten angebaut, welche die vorherige Raumerschließung mittels an die Wand angelegte Stiege ablösten.

 

 

 

Vierstöckige kreuzgratgewölbte Rundbogenrkaden mit runden und achteckigen Marmorsäulen (16. Jh.) im Hof der Burg Matzen, Reith im Alpbachtal, Bezirk Kufstein, Tirol.

Photochromdruck 9 x 14 cm; Impressum: Purger & Co, München um 1900.

Inv.-Nr. vu914pcd00428

Stiegenhäuser

 

In Deutschland und der Schweiz: Treppenhaus; bei Bedarf ergänzend mit Treppenlift ausgestattet

 

 

 

Gegenläufige Treppe mit Podest und schmiedeeisernem Treppengeländer im Widum (ehem. Ansitz Ehrentreitz) von Mühlau, Stadtgemeinde Innsbruck, Schlossfeld 2.

Gelatinesilberabzug 9 x 14 cm; A(lfred). Stockhammer, Hall in Tirol 1909.

Inv.-Nr. vu914gs00499

Schächte für Aufzugsanlagen

Selbstfahrende Teleskoparbeitsbühnen im Einsatz bei nachträglichem Außenanbau von Liften in Stahl-Glasschächten an Wohnhäusern der Langstraße Nr. 4-14 in Innsbruck-Pradl.

Digitalphoto; © Johann G. Mairhofer 2014.

Inv.-Nr. 2DSC00382

Deckenkonstruktionen

Gewölbe

Spätgotisches Kreuzrippengewölbe in der Pfarrkirche St. Oswald in Seefeld.

Gelatinesilberabzug 9 x 14 cm; Impressum: A(lfred). Stockhammer, Hall in Tirol 1910.

Inv.-Nr. vu914gs00271

Balkendecken

Aus der Fluchtlinie eines Baukörpers hervorspringende Gebäudeteile

Fassade mit zweistöckigem Eckerker und Mittelrisalit vom Ansitz Sternbach in Oberragen, Stadt Bruneck und die Mariensäule von 1716 (Michael Rasner zugeschrieben).

Photochromdruck 9 x 14 cm; Impressum: Joh. F. Amonn, Bozen 1912.

Inv.-Nr. vu914pcd00007

Altan

 

Abgestützter Balkon

 

 

 

Altan an der Fassade der Ferrarischule (gegr. 1921, heute Höhere Bundeslehranstalt für Wirtschaftl. Berufe) im barocken Palais Ferrari d'Occhieppo in Innsbruck, Dreiheiligen, Weinhartstraße 4. Gelatinesilberabzug 10 x 15 cm ohne Impressum um 1950). Inv.-Nr. vu105gs00050

Erker

Gemauerter einachsiger Kastenerker auf dreimal gestuften Dreifachkonsolen, dazwischen zweistufig geschweifte Gesimse am Haus Graggaugasse Nr. 7 in Kitzbühel, Tirol.

Digitalphoto; © Johann G. Mairhofer 2015.

Inv.-Nr. 2DSC03364

Risalit (standerker)

 

 Meist auf ganzer Höhe aus der Fluchtlinie eines Baukörpers hervorspringender Gebäudeteil

 

 

 

Villa Hallhuber, heute offenes Internat für ältere Schüler der Tourismusschulen Villa Blanka in Hötting, Stadtgemeinde Innsbruck, Weiherburggasse 31.

Gelatinesilberabzug 9 x 14 cm ohne Impressum, postalisch befördert 1938. 

Inv.-Nr. vu914gs00221

Einfriedungen

Zäune und Mauern

Einfriedungsportale

Gartenportal des Palais Bortolazzi - Villa dell'Acquaviva di Mattarello, Comune di Trento (Stadtgemeinde Trient) aus der Renaissance.

Gelatinesilberabzug 9 x 14 cm ohne Impressum, um 1910.

Inv.-Nr. vu914gs00303

Einfriedungen in der bäuerlichen WElt

Balkone

Terrasse

Tribünen

„L'Ippodromo dei Milioni“ (heute: Pferderennplatz Meran, eröffnet 1935) mit dreigeschoßiger Stahlbetontribüne in Untermais, Stadtgemeinde Meran.

Gelatinesilberabzug 9 x 14 cm; Impressum: Ed. Sciliare, Bolzano 1945.

Inv.-Nr. vu914gs01195

Veranden

Ehem. Kurhotel mit zweistöckiger Glasveranda und Trinkkurhalle vom „Heilbad Obladis“ in Ladis, Bzk. Landeck, Tirol.

Farbautotypie nach einem Aquarell (Signatur unleserlich) 9 x 14 cm ohne Impressum, postalisch befördert 1926.

Inv-Nr. vu914fat00140

Überdachungen und Unterstände